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Von Olaf Plotke

Die Emmericher Werbegemeinschaft erlebt gerade, was die Kollegen der Klever Händlergemeinschaft KCN und des Bedburg-Hauer Werberings schon seit längerer Zeit erleiden müssen: Es will einfach niemand mehr den Vorsitz des Vereins übernehmen. Dabei wird an der Position des Chefs des Vereins eigentlich nur deutlich, was schon länger spürbar war: Die lokalen Händler sind immer weniger bereit, sich in Werbegemeinschaften zu engagieren. Immer wieder hört man, dass die Händler alle Kraft für ihr eigenes Geschäft brauchen. Da ist sicher was dran. Aber irgendwer soll und muss die verkaufsoffenen Sonntage, die Ausgabe von Einkaufsgutscheinen und ein Weihnachtsgewinnspiel organisieren. Diese Arbeit bleibt an immer weniger Händlern hängen, die dafür immer mehr Zeit opfern müssen. Immer mehr Händler denken nur noch an ihr eigenes Geschäft und hoffen, dass irgendwer anders dafür sorgt, dass die Kunden in die Stadt strömen.
Es sagt viel aus über den Zusammenhalt, wenn aus Not der Bürgermeister Chef der Händlervereinigung wird wie in Bedburg-Hau oder die Stadtmarketing-Leiterin wie in Kleve. Wie der Handel die Herausforderungen der Zukunft erfolgreich bewältigt, weiß ich auch nicht. Aber ohne Engagement wird es bestimmt nicht gelingen.

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