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Von Olaf Plotke

Wenn eine Stadt spart, wird es für die Bürger teurer: Egal ob Sie ein Haus in Kleve haben oder nur eine Zweitwohnung, einen Hund, ein Kind in der Kita oder im offenen Ganztag haben - alles wird im nächsten Jahr in Kleve teurer. Natürlich wird auch ein bisschen gespart, aber an das große Pfund geht man nicht ran: das Museum Kurhaus. Das ist uns auch künftig lieb und sehr teuer. 1,2 Millionen Euro kostet es die Stadt Kleve jedes Jahr. Die FDP-Fraktion hatte angeregt, hier mal mit dem Sparen zu beginnen. 10 Prozent im Museumsetat eingespart und man hätte z.B. auf die Erhöhung der Elternbeiträge für den offenen Ganztag verzichten können. Doch das Museum ist sakrosankt in Kleve. Für das Museum ist auch immer irgendwie Geld da. Deshalb fand Direktor Harald Kunde wohl auch nichts dabei vor dem Museum-Freundeskreis jetzt die Mitglieder der FDP-Fraktion als „Kleingeister“ zu bezeichnen, denen man „geschlossen entgegentreten“ müsse. Ganz schön dreist, dass ein städtischer Angestellter hier so gegen Ratsmitglieder keilt, die sich Gedanken über die städtischen Finanzen machen. Hier zeigt sich das dünkelhafte Selbstverständnis eines Kunstprofessors, der sich vor allem in der Welt der oberen Zehntausend bewegt. Wenn man im Kurhaus schon kein Geld sparen kann oder will, sollte man sich zumindest solche Sprüche sparen.

Kommentare   

#1 Willi Heuvens, Spark.ang. a.D. 19.12.2015 18:03
Man wird nicht viel ändern und zum Besseren wenden können, wenn man nicht die verantwortlichen Mandatsträger in die (Mit-)Haftung nimmt ....
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#2 Jens-Uwe Habedank 21.12.2015 06:51
Gibt es eine Art Bilanz des Museum Kurhaus, Besucherzahlen etc.?
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#3 Der Laie 22.12.2015 13:50
Wie muß man sich eigentlich fühlen,wenn man darauf angewiesen ist,das andere Bürger mit Zwangsabgaben belegt werden, damit man selber seiner brotlosen Kunst frönen kann.
@2
Besucherzahlen interessieren einen künstlerischen Leiter nicht,das monatliche Gehalt ist ja auch ohne Leistungsnachweis sicher.
Fordern und Fördern ist nur bei Otto Normalverbraucher angesagt,
wie will man auch eine Stellenbeschreibung vornehmen,bei der es nur darum geht,einen Fußboden oder Wände mit Gegenständen zu füllen, die andere geschaffen haben.
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#4 Müller 22.12.2015 18:31
"Der Laie",

selten so einen Unsinn gelesen!

Waren Sie schon mal im Museum Kurhaus oder einem anderen??
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#5 Vater 22.12.2015 21:36
Lieber Herr Kunde, wie wär's wenn sie mal aktiv über ihren Beitrag zur Klever Haushaltskonsolidierung nachdenken.
Während vor allem Hausbesitzer und Mieter sowie Eltern über Abgabenerhöhungen belastet werden, ist es völlig unverständlich, wieso der Jahreszuschuss für das Museum Kurhaus völlig unangetastet bleibt.
Liebe Ratsmitglieder, was macht ihr da???
Liebe Ratsmitglieder, treten sie bitte geschlossen diesem egoistischen Kleingeist entgegen, dessen Horizont offensichtlich nicht über die Türschwelle des Museums reicht.
Um Herrn Kunde mit der aktuellen Realität vertraut zu machen, schlage ich vor einen Teil des Museums für Asylbewerber zu räumen.
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#6 jürgen Mensch 22.12.2015 23:24
In einer MATRIX ist die Lüge die Wahrheit, außerhalb von MATRIX ist die Lüge der MATRIX eine LÜGE.
Löst das Museum auf = denn es zeigt Abstraktionen die vom Künstler erklärt werden müssen = und somit nur eine Vorstellung wiedergeben, und nicht die WAHRHEIT. Ein geniales Gebäude um die "Flüchtlinge" (welcome Refugees) aufnehmen zu können
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#7 Der Laie 23.12.2015 00:24
@4 Müller
Haben sie schon mal einen konstruktiven Beitrag in irgend einem Thread geleistet?
Aber jeder hat seine Existenzberechtigung und wenn er nur als abschreckendes Beispiel für die Ignoranz anderer Meinungen dient.
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