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Von Olaf Plotke

Barbara Hendricks hat für den Krieg gestimmt. Natürlich sagt sie das nicht so, man spricht offiziell von einem „Einsatz bewaffneter deutscher Streitkräfte zur Verhütung und Unterbindung terroristischer Handlungen“. Aber natürlich ist es ein Krieg, in den unsere Soldaten ziehen, um dort ihr Kriegshandwerk auszuüben. In der Weihnachtszeit reden wir vom Frieden und werfen Bomben. Wir wollen den Frieden herbeibomben und knien mit gefalteten Händen in der Kirche und feiern die Ankunft des Erlösers, des Friedensfürsten Jesus. Wie war nochmal seine Friedensbotschaft? Bomben werfen und Menschen erschießen, bis endlich Ruhe im Karton ist? Nein, er predigte: „Wenn Dir einer auf die rechte Wange schlägt, dann biete ihm auch noch die andere dar.“ Jesus wurde dafür verlacht, verhöhnt, gekreuzigt. Und auch heute noch gelten die Pazifisten als Spinner. So wie der Klever Friedensaktivist Wilfried Porwol, der sich für sein Engagement für den Frieden sogar schon vor Gericht verantworten musste. Das Perfide ist: Wer vom Krieg spricht, erscheint uns rational und logisch, wer vom Frieden redet verrückt. Der Krieg geht weiter. Der Frieden aber gefährdet Arbeitsplätze und Wirtschaft, z.B. an den Nato-Standorten in Kalkar und Uedem. Und so beten wir fromm nicht für den Frieden, sondern dafür, dass unsere Soldaten gesund zurückkommen.

Kommentare   

#1 jürgen Mensch 22.12.2015 23:27
Gemäß Anzeigen bei den "Den Haager" Gerichten, sind der gesamte Bundestag, die für den Kriegseinsatz gestimmt haben, angeklagt. Warum auch nicht = Völkermord will bestraft sein.
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