olafplotke

Von Olaf Plotke

 Die Wahl von Günter Pageler zum neuen 1. stellvertretenden Bürgermeister Kalkars kann man wohl als Absage an eine enge Zusammenarbeit mit der SPD werten. Da zur Stichwahl die Forumskandidatin Britta Schulz Unterstützung von SPD, Grünen und FBK erhalten hatte, war über ein großes Bündnis im Rat spekuliert worden. Aber das Forum brauchte die SPD nur, um die Bürgermeisterwahl zu gewinnen. Zusammen mit Grünen und FBK verfügt das Forum nämlich nun im Rat über eine Mehrheit. Es ist zwar nur eine Stimme, aber diese Situation bringt die beiden nach eigenem Verständnis „großen Parteien“, CDU und SPD, in eine ganz dumme Situation. Entweder sie fahren nun 5 Jahre lang gemeinsam Fundamental-Opposition oder wollen doch nicht nur zuschauen - dann müssen sie aber mit dem Forum reden. Fordern können sie aber nichts. Das Forum braucht weder CDU noch SPD. Wenn Forum, Grüne und FBK eine stabile Allianz etablieren und auch wirklich was in Kalkar bewegen, dann könnte das Signal an die Wähler in 5 Jahren lauten: Die Volksparteien CDU und SPD werden auf kommunaler Ebene nicht mehr gebraucht. In der Repräsentation der Stadt wird es schon jetzt sichtbar: Die SPD ist ganz raus und der CDU-Mann darf nur dann ran, wenn ihn Forum und FBK lassen. Wer in Kalkar hätte das vor zwei Jahren für möglich gehalten...

Kommentare   

#1 Dietmar Klein 07.11.2015 18:59
Olaf, du weißt ich mag deine Ansichten, aber ich würde das ganze nicht so dramatisch sehen. In der CDU und auch der SPD in Kalkar war und ist ein Umdenken fällig gewesen, dass hat bei der SPD schon Frucht getragen. In Zukunft wird es darauf ankommen, was Kalkar für den gesamten Rat an Aufgaben bereit hält und wie die Bürger Lösungen honorieren. Wir alle werden umdenken müssen und wir werden alle Kraft benötigen, um die Probleme Kalkars in den Griff zu kriegen. Wer da jetzt zweiter oder dritter Bürgermeister ist, sollte da keine Rolle spielen - dennoch halte ich Günter Pageler für den richtigen und kann trotzdem die Enttäuschung der Genossen verstehen. Aber so ist das nun mal im Leben - es geht weiter.
Hinfallen, Krönchen richten, aufstehen - gemeinsam Politik machen - klappt schon.
Zitieren
#2 Willi Heuvens, Spark.ang.a.D. 08.11.2015 11:44
Nicht nur in den Kommunen und Kreisen bieten die Altparteien CDU, SPD und FDP kaum noch Lösungen für die aktuellen und zukünftigen Probleme, es ist oftmals nur ein "Am Amt Hängen" - man wird mit den Buchstaben C für christlich und S für sozial gewählt, jedoch die Zeiten sozialen und christlichen Verhaltens der Volksparteien sind längst vorbei, insbesonders nach der Wahl von Gerhard Schröder und der Existenz von Filbinger und Konsorten. Neue Kräfte wie unabhängige Wählergemeinschaften wie das Forum Kalkar sind eher in der Lage, bürgernah etwas positiv zu verändern. Die sollten ihren Weg gehen, die Kritik derer, die Kommunen in den finanziellen Ruin gefahren haben, belächeln .... aber dafür Sorge tragen, dass diese die nächsten zwanzig Jahre auf der Oppositionsbank Platz nehmen.
Zitieren
#3 Elli van Gemmeren 08.11.2015 12:03
Da möchte ich doch mal dem Dietmar Klein zustimmen. Der Wahlkampf ist jetzt erstmal vorbei und das ist auch gut so. Wer die letzte Sitzung im Rat verfolgt hat, wird auch erfahren haben, dass es dort kein "Hauen und Stechen" gab, sondern konstruktive Debatte zur Lösung der Probleme in Kalkar und zwar von allen Fraktionen. Meinungsverschiedenheiten und Opposition um der Sache willen immer, aber nicht um des Selbstzweckes. Nur so ist Politik letztendlich zielführend.
Zitieren
#4 Der Laie 08.11.2015 12:52
Na, warten wir mal ab,wie die Welt in Kalkar aussieht,wenn aufgrund der aktuellen Lage die Schlüsselzuweisungen aus Düsseldorf weniger werden und der Kämmerer wie in Kleve verkünden wird, welche Steuer und Gebührenerhöhungen er vor hat bzw. welche freiwilligen Leistungen er kürzen will.
Denn auch in Kalkar werden die Flüchtlinge nicht für ein vergelts Gott versorgt werden können,auch hier möchten die Versorger ihre Rechnungen bezahlt haben.
Zitieren

Kommentar schreiben


Sicherheitscode
Aktualisieren